Wieviel Bewunderung braucht ein Mensch?

Wieviel Be-wunder-ung braucht ein Mensch?

Manche Menschen sind sehr gute Selbstdarsteller und wahre Künstler darin, sich immer wieder Bewunderung von anderen Menschen einzuholen. Sie sind darin sehr kreativ und zeigen sich immer von der besten Seite, was sie nicht alles Haben und Sind. Meist ist es ihnen auch egal von wem sie die Aufmerksamkeit bekommen und von wem sie bewundert werden, Hauptsache es geschieht überhaupt! Das Problem dabei ist, dass der, der dazu neigt andere zu bewundern, selbst sehr viel Energie verliert, da der Austausch meist nicht in einem ausgeglichenen Maße vonstatten geht.

Wie merke ich, wenn ich mich in einem defizitären Kontakt befinde?

Das Gegenüber fordert sehr viel Aufmerksamkeit ein, gibt es aber nie im gleichen Maße zurück. So geht einer gestärkt aus dieser Beziehung oder aus einem Treffen, der andere jedoch bleibt eher unterernährt, im Sinne der verminderten Aufmerksamkeit des anderen zurück. Auf Dauer gibt es Energieverlust und ein Ungleichgewicht in Beziehungen entsteht.

Was wäre ein Idealzustand im Kontakt?

Umgeben Sie sich mit Menschen, indem ein Austausch auf gleicher Ebene stattfindet und sie genauso gestärkt, wie ihr gegenüber, vom beiderseitigen Kontakt profitieren.

Lust zu Selbstreflexion?

Neigen sie eher dazu andere zu Bewundern, oder gehören sie eher den Menschen an, die sehr viel Aufmerksamkeit durch Bewunderung anderer brauchen? Merken sie rechtzeitig, bei welchem Kontakt sich danach oder über längere Zeit ein Energieverlust einstellt und durchschauen die Energieräuber?

Übung

Beobachten Sie im Alltag, welche Kontakte auf einer wertschätzenden und achtsamen Basis in ihrem Leben ablaufen und somit nährend und stärkend auf sie einwirken. Welche Kontakte in ihrem Umfeld lassen sie eher oft leer ausgehen, indem sie nur die nötigste Aufmerksamkeit ihres Gegenübers bekommen, grade um sie bei Laune zu halten und den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Unbewusste Mechanismen bewusst machen und auflösen

Wichtig ist, dass all diese Mechanismen vielen Menschen nicht bewusst sind, sondern unbewusst ablaufen. Deshalb ist die Selbstreflexion wichtig, um herauszufinden, wo ich mich einordnen kann, um in einen für beide Beziehungspartner erfüllten Austausch zu kommen. Beide Rollen, ob Bewunderer oder Selbstdarsteller sind auf Dauer anstrengend und für alle Beteiligten nachhaltig nicht erfüllend.

Mag. Ursula Fuhrmann - b4business

Dipl. Psychologin & Körpercoach

Foto:Lesly juarez

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